| Einleitung |
Zum Jubiläum wird ein Paradigmenwechsel vorgeschlagen. Neben den klassischen Instrumenten der nachfrageorientierten Verkehrsplanung tritt mit der Erreichbarkeitsplanung ein strategischer Ansatz zu einer integrierten, angebotsorientierten Raum- und Verkehrsplanung ein. Verkehrsprobleme können oft nicht durch Verkehrsprojekte allein gelöst werden. Entscheidend ist es, dass die unterschiedlichen Verkehrssysteme mit den räumlichen Gelegenheiten korrespondieren, denn schließlich ist die Ultima Ratio von Verkehrsangeboten, Zugang zu räumlichen Zielen zu schaffen. Im Vortrag werden einige Beispiele von Erreichbarkeitsinstrumenten gezeigt, die unterschiedlichen Fragestellungen, wie z. B. Mobilitätskosten oder CO₂-Emissionen als Zielgrößen in den Raum stellen und Anwendungsperspektiven auf unterschiedlichen Maßstabsebenen beleuchten, wie regionale Zusammenhänge, quartiersbezogene Konzepte und Straßenraumexperimente. Dabei wird auch auf den wertvollen internationalen Erfahrungsschatz zurückgegriffen. Als Schlussfolgerungen werden einige strategische Schlussfolgerungen zur Verankerung von Erreichbarkeitsplanung in Deutschland zur Diskussion gestellt. |