| Einleitung |
Merkmal einer abgängigen Betondecke ist neben den zahlreichen Rissen die an den Fugen und Rissen vorhandene, in Fahrtrichtung nach unten gerichtete Stufenbildung (Bild 1). Das Auftreten dieser Schäden wird durch den früher üblichen großen Fugenabstand von 7,50 bis 15 m, die bis vor wenigen Jahren noch angeordneten Raumfugen und bei Fehlen bzw. einer nicht ausreichend wirksamen Tragschicht beschleunigt. Hinzu kommt der in den Vorkriegsjahren meist nicht frostsichere Ausbau. So wird durch den großen Fugenabstand die Rißbildung infolge Temperaturspannungen begünstigt, die nach dem Durchrosten der meist angeordneten Flächenbewehrung den bekannten Pumpeffekt auslöst. Durch den über die Risse und Fugen, insbesondere Raumfugen, möglichen Wassereintritt wird dieser Vorgang beschleunigt, der zu einer Veränderung der Auflagerbedingungen führt, verbunden mit dem Auftreten von weiteren Rissen.
Durch eine Begrenzung des Fugenabstandes auf die 25fache Plattendicke, den Wegfall der Raumfugen und einer mit der Betondecke in Verbund befindlichen verfestigten Tragschicht sowie verdübelte Fugen wird der unter der wiederholten Verkehrslast- und Temperatureinwirkung allmählich ablaufende Zerstörungsprozeß verlangsamt. Dem kommt im Hinblick auf den mit einer zunehmenden Verschlechterung des Straßenzustandes, verbunden mit einem Anwachsen der dynamischen Radlastschwankung, gekoppelten progressiven Ablauf der Zerstörung [9] eine große Bedeutung zu.
Nachfolgend wird auf die mögliche Sanierung von schadhaften Betondecken durch einen Hocheinbau eingegangen. |