FGSV-Nr. FGSV 001/13
Ort Nürnberg
Datum 10.10.1990
Titel Schnelle Verbesserung eines Straßennetzes – aufgezeigt an der Nachkriegsentwicklung in Bayern
Autoren M. Milz
Kategorien Kongress
Einleitung

Nach Öffnung der Grenze zur damaligen DDR nahmen viele Fachleute der Bundesrepublik die Gelegenheit wahr, diesen Teil Deutschlands dienstlich oder privat zu bereisen. Sie wollten sehen, wie es dort aussieht, wie die Lebensbedingungen sind und welche Hilfe fallweise gegeben werden kann. Daß das Land schon am 3. Oktober 1990 Teil der Bundesrepublik sein würde, war noch im Frühjahr ein mehr als euphorischer Gedanke.
Die Hinterlassenschaft des Sozialismus – das wissen wir alle – ist bedrückend. Gerade für den Bereich des Bauwesens und der Infrastruktur übertrifft die Realität alle Befürchtungen. Der Sanierungsbedarf erstreckt sich gleichermaßen auf den Wohnungs- und Städtebau, den Umweltschutz, die Wasserwirtschaft und – wenngleich weit weniger gravierend – teilweise auch auf den Straßenbau.
Angesichts solcher Gegebenheiten liegt der Gedanke nahe zu überlegen, was man tun kann und welche Möglichkeiten bestehen, die unguten Verhältnisse möglichst rasch zu verbessern. Bei den Älteren werden ganz zwangsläufig Erinnerungen an die Nachkriegszeit geweckt, die schon fast in Vergessenheit geraten ist. Auch im Westen ging es damals darum, den Wiederaufbau in einem daniederliegenden Land in Gang zu setzen. Damit verbunden ist fast zwangsläufig die Frage, ob sich aus den Erfahrungen dieser Zeit gegebenenfalls Anregungen für das Vorgehen in Ostdeutschland ableiten lassen.
In diesem Beitrag wird dargestellt, welche Ausgangslage bei den Straßen seinerzeit in Bayern vorlag und in welcher Weise die Bauverwaltung versucht hat, mit den gegebenen Möglichkeiten das bestehende Netz schnell den Bedürfnissen des wachsenden Verkehrs anzupassen. Schließlich soll diese Rückschau auch zu Überlegungen anregen, was man aus heutiger Sicht vielleicht anders machen würde.

PDF
Volltext

Der Fachbeitrag ist im Volltext als PDF verfügbar. Das PDF enthält alle Bilder und eine Tabelle.