FGSV-Nr. FGSV 001/6
Ort Mainz
Datum 03.11.1976
Titel Wiederherstellung abgängiger Fahrbahndecken unter Verwendung des vorhandenen Deckenmaterials
Autoren Peter Kemna
Kategorien Kongress
Einleitung

Einer der Vorteile der bituminösen Bauweise ist die Möglichkeit der Wiederverwendung des in die Straßendecke eingebauten Materials. Solche Arbeiten sind bereits Anfang des Jahrhunderts in England durchgeführt worden und seitdem vor allem im angelsächsischen Raum immer wieder praktiziert worden.

Bei uns hat man im Gegensatz dazu in der Vergangenheit das aufgewärmte bituminöse Mischgut entfernt, d. h. man hat das Aufwärmen dazu benutzt, um das Material leichter ausbauen zu können.

In den letzten Jahren ist zum reinen Ausbau von bituminösem Mischgut in verstärktem Maße das Fräsen hinzugekommen, wobei auch hier Vorwärmgeräte benutzt werden zur Erleichterung und damit Beschleunigung der Fräsarbeiten. Dieses Material ist im allgemeinen nicht wieder verwendet worden. In seltenen Fällen ist es an anderen Stellen zur Befestigung von untergeordneten Verkehrsflächen benutzt worden. Hierfür ist es sicher gut geeignet.

Welche Flächen sind es, die durch Herausfräsen beseitigt werden sollten? Es sind zu nennen

Wellenbildung (Quer- und Längswellen)

Glättebildung

ungleichmäßige Abnutzung

und die in letzter Zeit vielfach besprochenen Spurrinnen, die ich eigentlich zur Wellenbildung zählen würde. Alle diese Schäden führen deshalb zu einem Ausbau und einer Erneuerung der Fahrbahn,

weil sie je nach Art des Schadens verkehrsgefährdend sind,

weil bei Nässe Aquaplaning entsteht,

aber auch, weil bei Trockenheit unruhige Fahrbahnoberflächen zu Fahrunsicherheit führen können.

Dazu kommt, daß bei abgenutzter, d. h. durchgefahrener Deckschicht die darunterliegenden Schichten geschützt werden müssen, so daß ein Abschälen der Deckschicht und ein Neueinbau in gleichmäßiger Dicke erforderlich ist

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