Herr Minister Holkenbrink hat gestern über die große Straßenkonzeption in Rheinland-Pfalz gesprochen und dabei die Zielsetzung für die „großräumigen Verbindungen“ besonders herausgestellt. „Außenpolitisch“ sei es deren Aufgabe, die Öffnung nach Westen herbeizuführen, „innenpolitisch“ gesehen bildeten diese das Rückgrat der Erschließung unseres Landes. Ich möchte nun in großen Zügen schildern, was an praktischer Arbeit in den letzten 20 Jahren geleistet wurde, um solchen Zielvorstellungen zu entsprechen. Außerdem wird zu sagen sein, was für die Zukunft noch zu tun ist.
Erlauben Sie mir einen kurzen Rückblick, mit der Situation um 1955 beginnend, also nach der Beseitigung der Kriegsschäden.
Die flächenerschließenden Straßen wie auch die regionalen und überregionalen hatten ihre alte Leistungsfähigkeit wieder erreicht. Der Bestand an Kraftfahrzeugen hatte sich gegenüber der Vorkriegszeit bereits verdreifacht, betrug aber nur ein Viertel des Heutigen. Die Transportleistungen für die rasch wachsende Wirtschaft konnten noch nahezu reibungslos erbracht werden. |