| Einleitung |
Dies ist eine große Stunde für viele Verkehrsingenieure aus der ehemaligen DDR. Zum ersten Mal seit über 40 Jahren sitzen wir, ohne zuvor handverlesen worden zu sein, ohne Einschränkungen und Ängste unter Ihnen, sind nur schlicht deutsche Ingenieure. Ob ich dem Anspruch einer Bestandsaufnahme gerecht zu werden vermag, weiß ich nicht. Insider zu sein und nach nur einem Jahr einen Schlußstrich zu ziehen, ist schwer. Gestatten Sie, daß ich an dieser Stelle denen aus Ihrer Mitte danke, die in den vergangenen Jahren immer wieder versucht haben, die Fäden zu uns nicht abreißen zu lassen, sie vielmehr zu vermehren und zu festigen. Dieses hat einiger Zivilcourage und großer Feinfühligkeit hinsichtlich unseres Sicherheitsbedürfnisses bedurft. Stellvertretend für den Kreis der Fachkollegen, der uns so mannhaft zur Seite gestanden hat, möchte ich Herrn Prof. Retzko danken, der sich große Verdienste um uns erworben hat. Zu danken haben wir der Forschungsgesellschaft und vor allem ihrem Vorstand, die keine Mühe und Kosten gescheut hat, um uns frühzeitig zu integrieren, zunächst auf dem Wege der Information und nun auch organisatorisch. Diese Generosität tut uns not und wohl. Als uns der Präsident der Forschungsgesellschaft, Herr Prof. Knoll, im März dieses Jahres zum ersten Mal in Erfurt besuchte und wir die Probleme von Städten und Verkehr in der damaligen DDR diskutierten, da lagen etwa sechs Monate seit der Wende hinter uns. Erstmals resümierten wir die Ergebnisse der bis dahin mit bundesdeutschen Kollegen geführten Gespräche und dachten die Fassung des Fazits in einem Vortrag an. |