| Einleitung |
Flächenhafte Verkehrsberuhigung hat sich in Berlin in den letzten Jahren zu einem wesentlichen Bestandteil der Stadtentwicklungsplanung entwickelt. Wenn auch einige schlecht geplante Beispiele Anlaß für berechtigte Kritik bieten, so zeigen die bisherigen Erfahrungen positive Auswirkungen. Sie sind in Gebieten mit dem Verkehrszeichen Z 325 (StVO) deutlich günstiger als Tempo-30-Gebieten. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit für eine Abstufung geeigneter Konzepte, wobei sich in den städtebaulichen Problembereichen mit Vorrang Wohnumfeldverbesserungen zusammen mit Zeichen 325 empfehlen. Die wachsenden Widerstände gegen Verkehrsberuhigung spiegeln die vorherrschende Hilflosigkeit gegenüber der dramatischen Zuspitzung der Verkehrsprobleme durch die Motorisierungszunahme und die um sich greifende Mißachtung der Verkehrsvorschriften wider. Ähnlich polarisiert sich der Meinungsstreit um die städtebauliche Umgestaltung bedeutsamer Hauptstraßen. Die Frage ihrer ökologischen und gestalterischen Aufwertung wird aber in Zukunft mitentscheidend sein für die Weiterentwicklung und die Lebendigkeit der mitteleuropäischen Stadt. |