Verkehrsberuhige Zonen sind ein wichtiger Bestandteil eines Gesamtverkehrskonzeptes. Bei flächendeckender Realisierung ergeben sich zwei Effekte: Verlagerung von Kfz-Verkehr auf das übergeordnete Straßennetz und Verkehrsmittelverlagerungen weg vom Kfz-Verkehr. Je nach verkehrsberuhigenden Maßnahmen sind in Summe mit mittleren Mehrbelastungen des Hauptstraßennetzes in der Größenordnung bis zu 10 % zu rechnen. Diese Mehrbelastungen können mit Förderungsmaßnahmen des öffentlichen Fußgänger- und Radverkehrs sowie mit Parkraumreglementierungen völlig kompensiert werden. Damit ergeben sich auf das Gesamtstadtgebiet entscheidende Auswirkungen, die im Rahmen einer Forschungsarbeit quantifiziert wurden. Während die Tür-zu-Tür-Reisezeit zunimmt, ergeben sich bezüglich der Umweltauswirkungen sehr positive Effekte.
Verkehrsberuhigte Zonen sind heute in Verbindung mit der hierarchischen Gliederung des Straßennetzes und einer abgestimmten Flächenwidmung ein wesentliches anerkanntes Konzept, um die negativen Auswirkungen des Kfz-Verkehrs in bebauten Gebieten zu begrenzen. Soweit dieses Konzept auch in der Theorie anerkannt ist, ist die flächendeckende Verwirklichung in kaum einer Stadt bis heute realisiert. Was sind dafür die Gründe? Neben dieser Frage befaßt sich dieser Beitrag mit den verkehrlichen und umweltberuhigten Zonen über das gesamte Stadtgebiet. |