| Einleitung |
Die externen Wirkungen des Verkehrs haben sich, geht man näherungsweise von einer Proportionalität zur Verkehrsleistung aus, in den letzten 40 Jahren in etwa versiebenfacht. Neben diesem quantitativen Aspekt hat sich auch qualitativ in der Politik ein modifiziertes Verständnis von Wohlfahrt und Wirtschaftlichkeit entwickelt, so daß eine verstärkte und methodisch verbesserte Berücksichtigung sozialer Kosten und Nutzen (Summe der privaten und externen Kosten bzw. Nutzen) bei verkehrspolitischen Entscheidungen unumgänglich ist. Der Beitrag erläutert zunächst Begriffe und Zusammenhänge und stellt dann die wesentlichen Ergebnisse einer Untersuchung in der Schweiz vor, bei der versucht wurde, ein Indikatorensystem zur Erfassung von sozialen Kosten und Nutzen des Verkehrs aufzustellen. Die methodischen Probleme sowie die Möglichkeiten und Grenzen der Vorgehensweise werden erörtert, das erarbeitete vierstufige System (Basis-, Quellen-, Immissions-, Einwirkungsindikatoren) kurz skizziert.
Die zukünftige Politik muss vermehrt alle sozialen Kosten und Nutzen des Verkehrs berücksichtigen. Dazu muss sie diese konsistent messen, bewerten und schließlich bilanzieren. |