FGSV-Nr. FGSV 001/13
Ort Nürnberg
Datum 10.10.1990
Titel Anwendung von Fahrbahnmarkierungsstoffen unter Berücksichtigung des Umweltschutzes
Autoren P. Mehmel, Reinhold Seliger
Kategorien Kongress
Einleitung

Die ersten Berührungen mit den Fragen des Umweltschutzes gab es auf dem Gebiet der Fahrbahnmarkierungen bereits im Jahre 1977, als einzelne Bestandteile der Markierungsmaterialien in den Verdacht gerieten, gesundheitsgefährdend zu sein. Zu diesen Bestandteilen gehörten zunächst polychlorierte Biphenyle (PCB) und später auch Asbest sowie schwermetallhaltige Gelbpigmente. Es war für die betroffenen Firmen eine Selbstverständlichkeit, nachdem der Verdacht bekannt war, die davon betroffenen Markierungsmaterialien entweder zu modifizieren oder nicht mehr am Markt anzubieten.
Einen weiteren Problemkreis bildeten die organischen Lösemittel in Markierungsfarben. Organische Lösemittel, die während des Applikationsvorganges und auch später während des Trocknens der Farbe in die Atmosphäre gelangen, werden zumindest teilweise durch UV-Strahlung in Photooxidantien und Ozon umgewandelt. Die schädliche Wirkung des Ozons wurde in diesem Sommer hinlänglich bekannt, als in Ballungsräumen der Ozongehalt der Luft bis auf Werte von 400 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft anstieg und daraufhin besondere Verhaltensmaßnahmen empfohlen werden mußten.
Aus der Sicht des Umweltschutzes als unbedenklich galten und gelten auch heute noch Heißplastikmassen, Kaltplastikmassen und Markierungsfolien.

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