FGSV-Nr. FGSV 001/13
Ort Nürnberg
Datum 10.10.1990
Titel Einflüsse auf die Lebensdauer von Betonstraßen
Autoren Lissi Pfeifer
Kategorien Kongress
Einleitung

Auftraggeber und Institutionen werden gelegentlich mit der Aufgabe der Schadensklärung konfrontiert. Durch beliebig entstandene Schäden, wie sie z. B. im letzten Jahrzehnt in Ost und West – bei „Schwarz“- und „Weiß“-Bauweisen - entstanden, geraten Bauweisen in Mißkredit – vor allem auch dann, wenn keine Offenlegung der Zusammenhänge erfolgt.
Es dürfte jedoch eine voreilige Aussage sein, die eine oder andere Bauweise zu verdammen, wenn ein vorzeitiges Versagen entsteht, denn dieses ist stets durch Fehler in der Planung, der Baustoffwahl oder der Ausführung oder durch Überlagerung mehrerer Fehlerarten begründet – und daher vermeidbar.
Aus dieser Überlegung heraus sollte die Fragestellung nicht lauten: „Warum hat diese oder jene Bauweise da oder dort nicht zu der erwarteten Lebensdauer geführt?“, sondern umgekehrt: „Was sind die Grundvoraussetzungen für die Erreichung einer hohen Lebensdauer und warum hat sich dieser oder jener Bauabschnitt so hervorragend bewährt?“ Zur Beantwortung der gestellten Frage ist es erforderlich, zunächst die Einflüsse auf die Lebensdauer zu betrachten; hier soll dies für die starren Straßenkonstruktionen, die Betonstraßen, erfolgen. Ausgangspunkt und Endpunkt des Beitrags soll sein, daß es offensichtlich möglich ist, Betonstraßen so zu bauen, daß sie ohne größere Instandsetzungsmaßnahmen, auch unter schwerem Verkehr, eine Nutzungsdauer von 30 Jahren sicher erreichen.

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