FGSV-Nr. FGSV 001/17
Ort Leipzig
Datum 23.09.1998
Titel Streifenweise Erneuerung von Betondecken
Autoren A. Kühn
Kategorien Kongress
Einleitung

Es werden konstruktive Maßnahmen untersucht, um die vorhandene Deckendicke von 22 cm bei einer streifenweisen Erneuerung von Betonfahrbahnen trotz erhöhter Verkehrsbelastung für einen Übergangszeitraum von 15 bis 20 Jahren bis zur notwendigen Sanierung der gesamten Betonfahrbahn beibehalten zu können. In Betracht kommt hierzu die Verwendung von Beton mit höherer Biegefestigkeit und die Verringerung der Fugenabstände. Die Auswirkungen der genannten Möglichkeiten können in einer vergleichenden Betrachtung verschiedener Deckensysteme abgeschätzt werden. Bei einer 22 cm dicken Betondecke ist eine Erhöhung der Mindestbiegezugfestigkeit gegenüber dem in den ZTV Beton für B 35 geforderten Wert von 5,5 N/mm2 in der Größenordnung von etwa 1 N/mm2 notwendig, um für 15 bis 20 Jahre eine erhöhte Verkehrsbelastung entsprechend Bauklasse SV aufnehmen zu können. Eine Verringerung der Fugenabstände entsprechend der Halbierung der bisher üblichen Plattenabmessungen läßt eine erhebliche Verlängerung der theoretischen Liegedauer gegenüber Betondecken mit derzeit ausgeführter Fugenteilung erwarten. Weiter ergibt die Gegenüberstellung, daß unter der Voraussetzung gleicher Liegedauer Betondecken mit kleinem Plattenformat etwa 3 cm dünner gebaut werden können als Betondecken mit Platten in den bisher üblichen Abmessungen.

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