| Einleitung |
Straßenmarkierungen sind für einen sicheren und leistungsfähigen Verkehrsablauf erforderlich. Markierungen müssen als Verkehrszeichen nachts und bei Nässe ausreichend sichtbar sein. Folglich sollten diese Markierungen nur noch als Markierungen mit erhöhter Nachtsichtbarkeit bei Nässe (Typ-Il-Markierung) ausgeführt werden. Zudem sollen Markierungen lange funktionstüchtig bleiben. Die Anforderungen an Markierungen sind seit 1984 in den „Zusätzlichen Technischen Vorschriften und Richtlinien für Markierungen auf Straßen“ (ZTV-M 84) – jedoch nur für Typ I – und seit 1997 in den DIN EN 1436 „Anforderungen an Markierungen auf Straßen“, die Anforderungen an Markierungsstoffe in den „Technischen Lieferbedingungen für weiße Markierungsmaterialien“ (TL-M 97) festgelegt. Dabei werden in der europäischen Norm nur die Klassen festgeschrieben; die für deutsche Verhältnisse notwendigen Mindestwerte müssen in den ZTV-M festgelegt werden. Die derzeitigen, 1984 publizierten Werte entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik und müssen zudem der DIN EN 1436 angepasst werden. Bei der seit einiger Zeit in Überarbeitung befindlichen ZTV-M 84 wurden in einigen Grundsatzfestlegungen zwischen Straßenbauverwaltungen und Industrie unterschiedliche Standpunkte vertreten.
Straßenmarkierungen sind für die Verkehrssicherheit und für einen leistungsfähigen Verkehrsablauf auf allen Straßen unverzichtbar. Durch ihren hohen Nutzen bei geringen Erstellungskosten sind sie das effektivste Element der Straßenausstattung. Markierungen sind Verkehrszeichen und müssen deshalb – zumindest diejenigen, die den fließenden Verkehr regeln – immer sichtbar sein, d. h. auch nachts und bei Regen. Zumeist sind die Markierungen auf unseren Straßen bei Dunkelheit und Regen nicht oder kaum sichtbar. Um hier Abhilfe zu schaffen, sollten künftig alle Markierungen auf Verkehrsstraßen nur noch als Typ II Markierungen, d. h. Markierungen mit erhöhter Nachtsichtbarkeit bei Nässe, ausgeführt werden. Zudem sollen Markierungen lange funktionstüchtig bleiben, damit die Behinderungen des Verkehrsablaufes, die bei Nach- und Neumarkierungen immer auftreten, möglichst gering bleiben. Um die Funktionstüchtigkeit von Straßenmarkierungen zu gewährleisten, ist eine regelmäßige Kontrolle erforderlich. |