FGSV-Nr. FGSV 001/9
Ort München
Datum 13.10.1982
Titel Parkraum
Autoren H. Topp
Kategorien Kongress
Einleitung

Inhalt:

– These 1: Künftig noch leicht wachsender Kraftfahrzeug-Bestand und geringere Fahrleistungen werden insbesondere in der Nähe der Wohnungen zu weiterer Parkraumnachfrage führen.

– These 2: Parkraum beeinflußt Verkehrsmittelwahl und Zielwahl; Parkraum ist damit eine wirkungsvolle und empfindliche Stellschraube kommunaler Verkehrspolitik und Stadtentwicklung.

– These 3: Kapazität und Nutzung von Parkraum müssen auf das in Kernbereichen nicht erweiterbare Straßennetz abgestimmt werden; Umfang, Art und Verteilung von Parkraum beeinflussen Stärke und räumlich-zeitliche Verteilung des fließenden Verkehrs.

– These 4: Parkraumprobleme werden auch künftig je nach Stadtgröße, Qualität des öffentlichen Personennahverkehrs und Funktion, Lage und Dichte eines Stadtteils sehr unterschiedlich sein; die größten Probleme sind in Kernbereichen von Mittelstädten, kleinen Großstädten und in innenstadtnahen Altbaugebieten zu erwarten.

– These 5: In den Kernbereichen von Mittelstädten und kleinen Großstädten überlagern sich Parkbedürfnisse von Kunden, Besuchern und Wirtschaftsverkehr, Beschäftigten und Anwohnern besonders vielfältig.

– These 6: Lösungsansätze in Kernbereichen von Mittelstädten und kleinen Großstädten liegen in ausgewogener Erweiterung des Parkraums für Kurzparker in Parkbauten kombiniert mit vorsichtigen Restriktionen im Berufsverkehr mit individuellen Kraftfahrzeugen und fortgesetzten Bemühungen in öffentlichem Personennahverkehr und Fahrradverkehr.

– These 7: Parkhäuser und Rampen von Tiefgaragen haben in vielen Fällen durch Unmaßstäblichkeit, abweisende und häßliche Fassaden, Funktionslücken und Trennungen zur Unwirtlichkeit der Städte beigetragen.

– These 8: Vorsorge für Fahrradverkehr durch Bau und Abmarkierung von Radwegen hat hohen Stellenwert; dementsprechend werden Anlagen für den ruhenden Fahrradverkehr an Bedeutung gewinnen.

– These 9: Größere Parkprobleme werden auch künftig in innenstadtnahen Wohn- und Mischgebieten der Großstädte auftreten; in diesen Gebieten werden die Probleme noch zunehmen.

– These 10: Kurz- und mittelfristige Übergangslösungen für Parkprobleme innenstadtnaher Gebiete mit hohem Parkdruck liegen im Instrumentarium der Sonderparkberechtigung für Anwohner.

– These 11: Erweiterung von Parkraum in dicht bebauten Altbaugebieten mit hohem Freiflächenmangel ist schwierig und teuer.

– These 12: Trotz der bekannten Schwierigkeiten, Parkraum in Altbaugebieten zu schaffen, müssen langfristige Lösungen in diese Richtung gehen; das Rechtsinstrumentarium zur Stellplatzverpflichtung ist anzuwenden und gegebenenfalls zu erweitern.

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Der Fachvortrag zur Veranstaltung ist als PDF verfügbar.