Die bituminösen Bauweisen haben derzeit einen Anteil von größenordnungsmäßig 95 % aller Straßenbefestigungen in der Bundesrepublik Deutschland. Im Zuge von Maßnahmen der Erhaltung und Modernisierung des bestehenden Straßennetzes wird Asphalt in großen Mengen ausgebaut und steht für eine Wiederverwendung zur Verfügung.
Über die anfallenden Mengen an Ausbauasphalt liegen lediglich Schätzungen vor. Danach werden jährlich zwischen 10 und 15 Mio. t Asphalt durch Fräsen oder Aufbrechen ausgebaut. Darüber hinausgehende Schätzungen scheinen wenig realistisch. Da Kleinmengen nicht erfaßbar sind oder am Gewinnungsort wiedereingebaut werden, erscheint es richtig, von einer verfügbaren Menge von 10 bis maximal 12 Mio. t jährlich auszugehen [1].
Die Auftraggeber der öffentlichen Hand haben im Wege von Sonderregelungen die Wiederverwendung von Ausbauasphalt sichergestellt. Tabelle 1 macht deutlich, daß in der Tragschichtfabrikation im Mittel 25 % Ausbauasphalt zugesetzt werden können. Daraus leitet sich ein Wiederverwendungspotential in einer Größenordnung von 4 bis 5 Mio. t jährlich ab, wenn man davon ausgeht, daß in der Bundesrepublik jährlich ca. 40 Mio. t Asphalt hergestellt werden, von denen knapp 50 % auf die Tragschichtfabrikation entfallen.
Tabelle 1: Maximale Zugabemengen an Ausbauasphalt in den Bundesländern (Stand Febr. 1986) |