FGSV-Nr. FGSV 001/6
Ort Mainz
Datum 03.11.1976
Titel Begrüßung durch den Vorsitzenden der Forschungsgesellschaft für das Straßenwesen
Autoren Alfred Böhringer
Kategorien Kongress
Einleitung

Ich eröffne die Straßenbautagung 1976 in Mainz und heiße Sie alle herzlich willkommen. Ich freue mich, daß wiederum mehr als 1 200 Fachkollegen und Interessenten aus der Politik, von der Presse, aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung unserer Einladung hierher nach Mainz gefolgt sind. Meine Vorgänger und ich konnten seit der ersten Straßenbautagung im Jahre 1947 bei jeder Tagung den jeweiligen Herrn Bundesverkehrsminister begrüßen und von ihm persönliche Ausführungen über Verkehrs- und Straßenbaupolitik entgegennehmen. Trotz einer Zusage, die uns Herr Bundesverkehrsminister Gscheidle gegeben hat, ist er heute durch die Verkehrsministerkonferenz, die in Berlin stattfindet, abgehalten, an unserer Tagung teilzunehmen. Herr Minister Gscheidle wird vertreten durch Herrn Ministerialdirektor Dr. Thul, den ich hiermit herzlich begrüße.

Ich darf ferner begrüßen den Herrn Präsidenten der Bundesanstalt für Straßenwesen, Prof. Dr. Praxenthaler. Mein besonderer Dank gilt dem zuständigen Minister des Gastlandes, Herrn Holkenbrink, und den Herren Ministerialrat Seitzmayer und Präsident Klass, die uns alle Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung dieser Tagung und der anschließenden Exkursionen gegeben haben.

Meine Damen und Herren, wir sind mit einer Straßenbautagung zum ersten Mal in Mainz und können nach allem, was wir bis jetzt hier erlebt haben, sagen, daß Mainz ein idealer Platz ist, um eine solch große Tagung abzuhalten.

Ich begrüße ferner die Leiter der Straßenbauverwaltungen der Länder und der Städte. Hier insbesondere Herrn Präsident Dr. Knoll von der Hessischen Straßenbauverwaltung, die an der Durchführung der Exkursionen ebenfalls mitwirkt.

Ferner begrüße ich die Repräsentanten der Straßenbauwirtschaft, an ihrer Spitze Herrn Berneburg von der Straßenbauindustrie und Herrn Gelhausen vom Straßenbaugewerbe. Mein Gruß gilt auch den Vertretern aller Organisationen und Institutionen, die mit der Arbeit der Forschungsgesellschaft verbunden sind. Es ist mir eine Freude, erstmals auch den neuen Präsidenten der Deutschen Straßenliga, Herrn Oberbürgermeister Keidel, auf unserer Straßenbautagung begrüßen zu können. Erwähnen möchte ich auch die Bundesvereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure, die in enger Verbindung zur Forschungsgesellschaft steht und als deren Präsidenten ich Herrn Präsident Dr. Knoll hier nochmals begrüße.

Meine Damen und Herren, mehr als 120 Teilnehmer kommen aus den Nachbarländern Dänemark, Frankreich, Holland, Jugoslawien und aus Luxemburg, dessen Verkehrsminister ich begrüßen darf. Ich begrüße weiter die Fachkollegen aus Osterreich, Schweden, der Schweiz und erstmals auch aus der Türkei.

Als Leiter der größten Delegation begrüße ich die Herren Batsch und Thiébault, die mit etwa 50 Damen und Herren aus Frankreich gekommen sind, um sich an der Ausstellung von Straßenmeßgeräten zu beteiligen. Diese Ausstellung ist ein besonderes Ereignis unserer Tagung, denn eine solche Schau von Meßgeräten, die von entsprechenden deutschen Geräten, hauptsächlich solchen der Bundesanstalt für Straßenwesen, ergänzt wird, hat es bisher noch nicht gegeben. Dem Einsatz dieser Geräte kommt eine große Bedeutung zu, wenn es in den nächsten Jahren um die einheitliche Bewertung des Zustandes des Straßennetzes und um die Strategie zur Erneuerung und Instandsetzung der Straßen geht. Mein Dank gilt deshalb der französischen Straßenverwaltung und der Bundesanstalt für Straßenwesen für die Ausrichtung dieser Ausstellung.

In der französischen Delegation grüße ich ganz besonders Herrn Malbrunot, den Präsidenten der Association Technique de la Route, mit der uns, wie auch mit der Vereinigung Schweizerischer Straßenfachleute, deren Präsidenten Herrn Vogler ich gleichzeitig begrüßen darf, ein angeregter Erfahrungsaustausch schon über viele Jahre hinweg verbindet.

Dann begrüße ich die Vertreter der Österreichischen Forschungsgesellschaft für das Straßenwesen, als deren Repräsentanten die Herren Prof. Dr. Dorfwirth, Prof. Dr. Marx, Min.-Rat Schussek und Herrn Senatsrat Wrana, die seit Jahrzehnten enge Verbindung zu unserer Forschungsgesellschaft und unserer Arbeit haben.

Meine Damen und Herren, der Zustrom zu dieser Tagung ist auch ein sichtbares Zeichen dafür, daß es im Straßenbau weitergeht. Es kann kein Zweifel daran bestehen, daß immer noch ein Nachholbedarf im Straßenbau vorhanden ist und daß die Verkehrsnachfrage ständig zunimmt. In dem Gesamtverkehrssystem der Bundesrepublik nimmt der Straßenverkehr nach wie vor und weiter zunehmend eine hervorragende Stelle ein. Die hinter uns liegenden Restriktionen ließen den Nachholbedarf anwachsen, und es ist evident, daß diese mobile Gesellschaft weiterhin den angemessenen Ausbau des Straßennetzes fordern wird.

Die Forschungsgesellschaft für das Straßenwesen will auch weiterhin ihren Teil zum Ausbau und zum rationellen Betrieb des Straßennetzes beitragen, indem sie die technischen Voraussetzungen hierfür ständig verbessert. Unter diesem Aspekt eröffne ich die heutige Straßenbautagung.

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Volltext

Der Begrüßungstext ist als PDF verfügbar.