| Einleitung |
Die Einführung moderner Qualitätsmanagementsysteme gewinnt im Bauwesen immer mehr an Bedeutung. Die Gründe hierfür – z. B. steigender Konkurrenzdruck oder die Erfordernisse des europäischen Binnenmarktes – sind bekannt und werden seit längerer Zeit in Fachkreisen diskutiert. Auch können Nachteile des bestehenden und gleichwohl bewährten Systems der Gütesicherung wie zu späte Durchführung von Prüfungen oder mangelnder Informationsfluß durch ein Qualitätsmanagementsystem (QM-System) eliminiert werden. Derartige, in der Normenfamilie DIN ISO 9000 ff. beschriebene QM-Systeme kennzeichnen u. a. die schriftliche Fixierung des QM-Systems, die Beherrschung der Fertigungstechnologie, entsprechende Prüfmechanismen und auch Personalschulung. Als Vorteile solcher Systeme gelten das vollständige Erfassen der fehlerrelevanten Bereiche der 4-M-Ebene „Mensch-Maschine-Methode-Material“, damit ein ursachenorientiertes Aufdecken von Schwachstellen sowie daraus resultierend eine permanente dynamische Verbesserung der Prozesse und Verfahren. Aus diesem Grund beschäftigen sich sowohl Forschungsprojekte mit der Thematik, wie auch in der Bauindustrie weitreichende Anstrengungen unternommen werden und erste auf QM- Systeme ausgestellte Zertifikate bereits erteilt sind. In einem zu dieser Thematik am Institut für Straßen- und Eisenbahnwesen der Universität Karlsruhe (TH) bearbeiteten Forschungsprojekt bestand die Zielsetzung, die Möglichkeiten der Einrichtung eines modernen QM-Systems am Beispiel der Asphaltproduktion aufzuzeigen. |