| Einleitung |
Eine der Konsequenzen der Bauproduktenrichtlinie ist die europäische Normung der Baustoffe, zumindest soweit sie Handelsprodukte sind. Diese Arbeiten sind bereits seit einigen Jahren im Gange. In einigen Normungsbereichen zeichnen sich schon Ergebnisse ab, während andere noch nicht sehr weit fortgeschritten sind. Auf dem letzten Deutschen Straßen- und Verkehrskongreß 1992 in Hamburg wurde der damalige Stand ausführlich dargestellt. Heute soll erläutert werden, wie diese Arbeiten im Baustoffbereich weitergeführt wurden, allerdings bei weitem nicht in der gleichen Ausführlichkeit wie damals. Vor allem soll deutlich gemacht werden, welche Rolle diese europäischen Normen jeweils im Technischen Regelwerk des Straßenbaus spielen werden. Dabei ist noch einmal zu unterstreichen, daß eine harmonisierte europäische Norm zukünftig in jedem Falle von öffentlichen Auftraggebern angewendet werden muß, wenn der Forderung nach Abbau von Handelshemmnissen nachgekommen werden soll, im Gegensatz zu den heutigen Gepflogenheiten bei den DIN-Normen, die angewandt werden können oder auch nicht.
Angesprochen wird die Normung folgender Baustoffe:
– Bitumen – Mineralstoffe – Asphalte – ungebundene und hydraulisch gebundene Gemische – Pflaster und Plattenbeläge
Das beinhaltet nicht alle relevanten Normungsbereiche, sind aber doch für den Straßenbau vom Umfang her wohl die wichtigsten. |