FGSV-Nr. FGSV 001/15
Ort Karlsruhe
Datum 19.10.1994
Titel Europäische Perspektiven für die Entwicklung und Einführung von Telematik-Systemen für den Verkehr
Autoren W. Maes
Kategorien Kongress
Einleitung

Schon seit mehreren Jahrzehnten ist nunmehr der Beweis erbracht, daß Informationstechnik und Telekommunikation – heutzutage unter dem Stichwort Telematik bekannt – einen beträchtlichen Beitrag zur Verbesserung von Transport und Verkehr auf dem europäischen Straßennetz leisten können.
Ein erstes Gemeinschaftsprogramm für Forschung und Entwicklung im Bereich der Telematik für den Straßenverkehr, DRIVE genannt, wurde bereits im Jahr 1988 förmlich verabschiedet. Es erstreckte sich über einen Zeitraum von drei Jahren und auf einen Förderrahmen in Höhe von 60 Mio. ECU (also fast 115 Mio. DM). Die drei sich weitgehend ergänzenden Ziele dieses Programms heißen: Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr, Maximierung der Verkehrseffizienz und umweltfreundlicherer Verkehr. Der Haupt-Schwerpunkt von DRIVE lag auf Grundlagenforschung und Entwicklung, und es gingen daraus eine Reihe von gemeinsamen funktionalen Spezifikationen hervor, die im Umfeld von fünf künftigen Trägertechnologien angesiedelt sind:

– RDS/TMC (Radio Data System/Traffic Message Channel)
– bidirektionale Verkehrsinformation mittels GSM für Notrufe, Unfallmeldungen etc.
– automatisierte Ortung und Erfassung sowie intelligente Fahrzeugbeeinflussung zur Einhaltung des Sicherheitsabstandes
– interaktive Routenführungs- und Verkehrslenkungsfunktionen zur Optimierung von Ampelsteuerungen, Grünen Wellen etc.
– automatisierte Gebührenerhebung für neue Dienste, zur Steuerung der Verkehrsnachfrage und für die Erhebung von Benutzungsgebühren zur Finanzierung der Infrastruktur

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