| Einleitung |
Aus der europaweiten Diskussion über die Nutzenpotentiale der Straßenverkehrstelematik ist unstrittig erkennbar, daß Entscheidungen zum konsequenten Einsatz der bereits entwickelten Systeme überfällig sind. Weitere Verzögerungen im Raum der Bundesrepublik Deutschland würden beträchtliche volkswirtschaftliche Nachteile nach sich ziehen und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie in der Verkehrswirtschaft im europäischen wie im internationalen Markt nachhaltig schwächen. Die deutsche Automobil- und Elektronikindustrie hat in jahrzehntelanger kontinuierlicher Arbeit in Kooperation mit Bund, Ländern und Kommunen leistungsfähige Telematiksysteme zur Einsatzreife entwickelt. Zusätzlich zur anspruchsvollen und aufwendigen Forschungs- und Entwicklungsarbeit wurde in den einschlägigen europäischen Programmen PROMETHEUS und DRIVE die begleitende Normungsarbeit für den europäischen wie den weltweiten Einsatz im Regeldienst geleistet und in nahezu allen Bereichen weitgehend abgeschlossen. Nun ist dringend eine konzertierte industriepolitische Strategie gefragt, die Systeme zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit unserer Straßenverkehrsinfrastruktur auch wirksam einzusetzen, um ökonomische wie ökologische Fortschritte zu erreichen. Dieser Beitrag widmet sich daher schwerpunktartig den Erfordernissen der praktischen Implementierung und verdeutlicht das Rollenverständnis der Industrie in diesem Prozeß. Die hier getroffenen Aussagen können und wollen ausdrücklich nicht eine abgestimmte Position „der Industrie“ darstellen; sie verstehen sich als Thesen und Anregungen zu einem positiven Umgang mit den erarbeiteten Systemlösungen. |