| Einleitung |
Im Römischen Reich kam der Baustoff „Opus Caementitium“, eine mit hydraulischem Mörtel verfestigte Steinlage [1], auch im Straßenbau als Tragschicht zur Anwendung. Damit wurde über die auf Biegung beanspruchbare Tragschicht eine gute Verteilung der Radlast, die immerhin bereits 20 kN betrug, auf den Untergrund erreicht, eine wichtige Voraussetzung für ein gutes Langzeitverhalten. Heute kommt eine ähnlich zusammengesetzte, mit Großgeräten hergestellte hydraulisch gebundene Tragschicht, eine sogenannte HGT, weltweit beim Bau von Landverkehrswegen zur Anwendung. Der Einsatz des im letzten Jahrhundert nach Erfindung des Portlandzementes beim Bauen verwendeten Betons erfolgte in den 20er-Jahren in großem Umfang beim Straßenbau in den USA und ein Jahrzehnt später beim Bau der Reichsautobahnen und nach dem 2. Weltkrieg bei den Bundesautobahnen. Die ersten Betondecken in Stampfbetonbauweise, genannt Zementmakadamdecken, wurden Ende des letzten Jahrhunderts in Städten gebaut. |