FGSV-Nr. FGSV 001/16
Ort Düsseldorf
Datum 25.09.1996
Titel Merkblatt für Dränbetontragschichten (DBT)
Autoren Hans-Jürgen Franke
Kategorien Kongress
Einleitung

Wasser ist der Feind – fast – aller Bauwerke. Ingenieure waren deshalb schon immer bestrebt, es dauerhaft von ihren Bauwerken fernzuhalten oder – wo dies nicht möglich ist – möglichst schnell abzuleiten.

Fahrbahndecken aus Beton sind zwar unempfindlich gegen schwerste Beanspruchungen, aber auch bei ihnen kann es zu Schäden kommen, wenn Wasser zwischen die undurchlässige Tragschicht und die Betondecke gelangt und von dort nicht abfließen kann. Geringfügige Bewegungen beim Überrollen der Fugen können dann zu Pumperscheinungen und zu einer allmählichen Erosion der Tragschicht führen. In der Folge können sich Hohllagen der Decke im Fugenbereich ergeben. Dadurch kommt es zu Zusatzbeanspruchungen mit der Gefahr einer Rißbildung insbesondere auf dem stark belasteten Lkw-Fahrstreifen.

Ergänzend zu dem in den letzten Jahren praktizierten Bau erosionsfesterer Tragschichten hat deshalb die konstruktive Ausbildung der Entwässerung des Oberbaus großen Einfluß auf das Langzeitverhalten. Eine Möglichkeit der Entwässerung besteht in der Anordnung einer wasserdurchlässigen Dränbetontragschicht (DBT) anstelle dichter Tragschichten mit hydraulischen Bindemitteln oder Asphalttragschichten nach ZTVT-StB.

Das Merkblatt behandelt Dränbetontragschichten, die anstelle von anderen Tragschichten mit hydraulischen Bindemitteln oder Asphalttragschichten zur Verbesserung der Entwässerung angeordnet werden. Dabei ist es ausreichend, diese Maßnahme nur im Bereich der Gradiententiefpunkte unter dem tiefer liegenden Fertigungsstreifen – das ist in der Regel die Standspur – auf etwa 300 m Länge anzuordnen.

Neben dieser – im wesentlichen auf Autobahnen beschränkten – Anwendung können Dränbetontragschichten auch vollflächig unter Pflaster- und Plattenbefestigungen angeordnet werden. Zwischen Tragschicht und Bettung ist dann ein Geotextil einzubauen.

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