Verkehrswege können im übertragenen Sinn als Lebensadern für Wirtschaft und Bevölkerung verstanden werden, die möglichst frei von Störungen und Behinderungen bleiben sollten.
Die Realität in den Verkehrsadern ist jedoch eine andere. Der ADAC ordnet der diesjährigen Urlaubssaison auf unseren Straßen 19 „Superstaus“ mit Längen zwischen 40 und 100 Kilometern zu. Der längste Stau hat sich am Samstag, den 27. Juli 1996, auf der A 7 zwischen Seesen und dem Dreieck Hannover gebildet. Der ADAC stellt weiter fest:
„Insgesamt blieben die Autofahrer 1996 häufiger im Stau stecken als in früheren Jahren, extreme Staus gab es aber seltener. Die meisten Staus bildeten sich wieder an Samstagen.“
Diese Meldung des ADAC hält das fest, was wir in den Hauptverkehrszeiten mit einer gewissen Regelmäßigkeit immer wieder erleben, daß nämlich die Kapazitäten fast aller Verkehrsträger erschöpft sind. Der Patient „kränkelt“ zeitweise. Das bringt Erschwernisse für den einzelnen mit sich, ist aber auch aus verkehrlicher, umweltpolitischer und volkswirtschaftlicher Sicht wenig vorteilhaft. |