FGSV-Nr. FGSV 001/16
Ort Düsseldorf
Datum 25.09.1996
Titel Begrüßung durch den Bürgermeister der Stadt Düsseldorf
Autoren H. Hardt
Kategorien Kongress
Einleitung

Herr Präsident Holm, meine sehr geehrten Damen und Herren,
zum Auftakt des Deutschen Straßen- und Verkehrskongresses 1996, an dem auch zahlreiche Gäste aus dem europäischen Ausland teilnehmen, heiße ich Sie als Bürgermeister in der Landeshauptstadt Düsseldorf recht herzlich willkommen.
Es freut mich außerordentlich, daß die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen erneut unsere Stadt als Tagungsort ausgewählt hat.
Umso mehr ist es mir auch ein besonderes Anliegen, Ihnen allen die besten Grüße und Wünsche des Rates und der Verwaltung unserer Stadt zu überbringen.
1952 war Düsseldorf das erste Mal Tagungsort dieses fachkollegialen Austausches. Und in den vergangenen 44 Jahren hat sich die Messe- und Kongreßstadt Düsseldorf zu einem internationalen Wirtschafts- und Handelszentrum entwickelt.
Ich lade Sie alle herzlich ein, sich diese Stadt jetzt einmal anzusehen und ihr besonderes Flair zu genießen.
Meine Damen und Herren, im Verlaufe der zurückliegenden Jahrzehnte sind in unserer Stadt viele Straßenbau- und Straßenverkehrsobjekte realisiert worden. Als jüngstes Beispiel für fortschrittlichen Straßenbau in Düsseldorf nenne ich die Tieflegung der Rheinuferstraße mit ihrem fast 2,5 km langen Rheinufertunnel, mit dessen Fertigstellung die Stadt wieder unmittelbar an den Rhein zurückgekehrt ist und durch den eine für die gesamte Region wichtige Verkehrsachse umweltfreundlich verändert werden konnte.
Somit ist Straßenbau etwas Gutes, und Ingenieurtechnik bringt Fortschritte. Ich möchte auch allen Zuschußgebern Dank sagen, daß sie dies entsprechend finanziert haben.
Zugleich hoffe ich auch, daß wir schnellstmöglich die Rheinquerung der A 44 bekommen, um die Mobilität in dieser Stadt und in dieser Region – im Umkreis von 75 km leben immerhin rd. 10 Mio. Menschen – attraktiv gestalten zu können.
Ausdrücklich betonen möchte ich, daß wir sehr häufig an dem außerordentlich fundierten Wissen und den reichhaltigen Erfahrungen der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen erfolgreich partizipieren konnten. Nur schlagwortartig nenne ich Themenbereiche wie technische Straßenbaustandards, Grüne Wellen, verkehrsabhängige Signalsteuerungen, ÖPNV-Förderungsmaßnahmen und Verkehrsmanagement. Dafür sage ich Ihnen gerne ein herzliches Wort des Dankes und der Anerkennung.
Die veränderten Rahmenbedingungen unserer heutigen Zeit wie beispielsweise das Zusammenwachsen in Europa, erhöhte Zuwanderungen, Umweltverbesserungen, wachsende Mobilitätsansprüche, steigendes Verkehrsaufkommen, wirtschaftlicher Strukturwandel, Kostensteigerungen und knapper werdende Ressourcen erfordern für Bund, Länder und Gemeinden neue Maßstäbe und Handlungsmaximen in der internationalen, nationalen und örtlichen Verkehrspolitik.
Die Wirtschafts- und Handelsmetropole Düsseldorf mit einer Stadtgebietsgröße von 217 qkm und 580 000 Einwohnern

– bietet heute 447 000 Arbeitsplätze,
– verfügt über ein innerstädtisches Straßennetz von 1210 km Länge,
– verzeichnet einen Bestand von 320 000 zugelassenen Kraftfahrzeugen und
– zählt täglich ca. 180 000 Berufsein- und -auspendler mit dem Pkw,

um nur einige verkehrsbezogene Fakten zu nennen.
Hieraus erwachsen vielfältige Verkehrsprobleme, die zu bewältigen sind, und ich hoffe, daß wir gemeinsam Lösungsansätze finden werden. Und Herr Professor Ewers wird ja dann wahrscheinlich für die Finanzierung, die uns in den Kommunen, im Land und im Bund sehr wichtig ist, einiges aufzeigen. Die Rheinquerung der A 44 wollen wir ja vorfinanzieren. Ich bin dem Bund dankbar, daß er dies im Interesse der Region und dieser Stadt so praktizieren wird.
Insbesondere auf kommunaler Ebene begründen ideologisch geprägte und restriktive Aktionen keine wirkungsvolle Verkehrsgestaltung und tragen auch nicht zur Umwelterhaltung bei. Vielmehr sind neueste Techniken, Erkenntnisse und Verfahren zu nutzen mit dem Ziel, eine positive Gesamtentwicklung nicht zu verhindern.
Sie haben daher, wie ich meine, richtige Signale gesetzt, indem Sie aktives Verkehrsmanagement, integrative Verkehrsplanung, Kosten und Standards sowie moderne Straßenbautechnik zu Schwerpunktthemen Ihres diesjährigen Kongresses gewählt haben.
Möge sich die hier sichtbar werdende Zusammenarbeit zum Wohle aller auswirken. Ich hoffe, daß sich dabei Düsseldorf als guter Boden für in jeder Hinsicht fruchtbringende Gespräche, für wertvolle Erkenntnisse und neue Impulse erweisen wird. Dazu wünsche ich jetzt schon diesem Kongreß ein gutes Gelingen.
Im übrigen hoffe ich, daß Sie trotz Ihres zeitlich und inhaltlich anspruchsvollen Tagungsprogramms noch Gelegenheit finden, einige Stunden in heiterer und geselliger Atmosphäre zu verbringen und Düsseldorf auch ein wenig näher kennenzulernen. Einen Bummel über die Kö, durch die Altstadt und über die neu angelegte Rheinuferpromenade sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Ich wünsche Ihnen jedenfalls, daß Sie sich bei uns wohlfühlen und unsere Landeshauptstadt als weltoffene, lebensfrohe und gastliche Stadt erleben. Damit verbinde ich auch zugleich persönlich meine besten Wünsche für einen harmonischen und erfolgreichen Verlauf Ihres Kongresses mit guter Beratung und guten Beschlüssen. 
Vielleicht sehen wir uns in einigen Jahren hier wieder.

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Volltext

Die Begrüßung ist im Volltext als PDF verfügbar.