Die Bezeichnung GERDA steht in der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) für drei verschiedene Sachverhalte. Ursprünglich war GERDA der Name für ein mit Kreiseltechnik ausgestattetes Meßfahrzeug, mit dessen Hilfe die BASt-Straßendaten aufnimmt (Gyro Equipped Road Data Analyser). Später entwickelte sich aus dem Meßfahrzeug auch ein komplexes Meß- und Auswertesystem. Damit weitete sich der Begriff allmählich aus auf die gesamte dahinterstehende Erhebungskonzeption, die sich von der Bereisungsplanung über die eigentliche Datenaufnahme, die Datenaufbereitung, die Datenverdichtung bis hin zur Datenauswertung und zur Dateninterpretation für Zwecke einer Straßenzustandsanalyse erstreckt.
Zudem bezeichnet GERDA aber auch das Projekt der BASt, bei dem für den Bundesminister für Verkehr als Vorbereitung für die nächste Bedarfsplanfortschreibung das gesamte Netz der Bundesfernstraßen mit Hilfe des Meß- und Auswertesystems GERDA aufgenommen und auf Schwachstellen abgesucht wird.
In dieser Bundesfernstraßenbereisung sollten alle planungsrelevanten Straßendaten erfaßt werden. Dazu zählen insbesondere:
- die Streckenlänge
- die Krümmungen
- die Längsneigungen
- die Straßenbreiten
- die Querschnittstypen
- die Knotenpunkttypen
- die Straßenausstattung, insbesondere die geschwindigkeitsrelevanten Verkehrszeichen und
- die Halte- und Überholsichtweiten. |