FGSV-Nr. FGSV 001/11
Ort Würzburg
Datum 15.10.1986
Titel Datenverarbeitung im Straßenwesen – Eine Zwischenbilanz
Autoren H. Schneider
Kategorien Kongress
Einleitung

Anläßlich der Straßenbautagung 1958 hat der damalige Leiter der Abteilung Straßenbau im Bundesverkehrsministerium, Ministerialdirektor Dr.-Ing. Kunde im Rahmen seines Vortrages Neuzeitliche Straßenbautechnik in den westeuropäischen Ländern zum ersten Mal die Einsatzmöglichkeiten des elektronischen Rechnens beim Entwurf und Bau moderner Straßenbaumaßnahmen und komplizierter Ingenieurbauwerke hingewiesen. Er vertrat unter Hinweis auf die künftige Entwicklung und Forschung die Auffassung, daß durch die erhöhten Anforderungen und den Personalmangel die meisten Länder dazu gezwungen sind, sich neue Hilfsmittel und Techniken zunutze zu machen. Hiermit sollten sowohl die Kosten als auch die zeitliche Dauer der Büroarbeit herabgesetzt werden. Neben dem Einsatz der Luftbildmessung sei dies die Verwendung elektronischer Rechenmaschinen, welche bis zum damaligen Zeitpunkt vor allem in den USA aber auch in europäischen Ländern wie z. B. der schwedischen Straßenbauverwaltung Eingang gefunden hatten. Nach seiner Auffassung sollten diese Maschinen zur Unterstützung der geometrischen Berechnungen des Straßenentwurfs sowie der statischen Berechnungen, der Wirtschaftlichkeitsberechnungen, der Ausschreibungen, der Unfallauswertungen, der Überwachung des Verkehrsflusses eingesetzt werden. Er ging damals davon aus, daß damit Einsparungen in Höhe von 70 bis 90 % an Arbeitszeit und Kosten erreicht werden könnten. Von Anfang an war es das Ziel; daß der Ingenieur, der bisher bereits gewohnt war mit Rechengeräten verschiedener Art umzugehen sich der elektronischen Datenverarbeitung bedienen müsse, um frei zu sein für seine eigentlichen Aufgaben. Kunde hat damals abschließend besonders auf zwei Probleme hingewiesen, nämlich die Ausbildung der Ingenieure an den Hoch- und Fachschulen, vor allem in Mathematik und dem Einsatz moderner Entwurfsbearbeitungsmethoden, um Vorteile moderner Bürotechnik voll ausnutzen zu können. Ein besonderes Problem schien jedoch die Zusammenarbeit zwischen dem Straßenbauingenieur, dem Mathematiker und dem Spezialisten des elektronischen Rechnens zu sein.

Hiermit war der Anstoß gegeben die Probleme des elektronischen Rechnens in der Forschungsgesellschaft für das Straßenwesen in Angriff zu nehmen. Im Februar 1959 wurde der Ausschuß elektronisches Rechnen ins Leben gerufen, der in der Zwischenzeit in den Arbeitsausschuß Grundsatzfragen der Datenverarbeitung im Straßenwesen“ umgewandelt wurde. Was ist nun in der nahezu 30jährigen Datenverarbeitung im Straßenwesen geschehen?

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Volltext

Der Fachvortrag zur Veranstaltung ist als PDF verfügbar. Das PDF enthält alle Bilder.