Die „Richtlinien für die Planung von Erhaltungsmaßnahmen an Straßenbefestigungen“, Entwurf 2000, (RPE-Stra) systematisieren und vereinheitlichen die Erhaltungsplanung. Sie dienen der Erhaltung oder Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit, Verkehrssicherheit und/oder Substanz von Straßenbefestigungen unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit. Die RPE-Stra befassen sich mit den wesentlichsten verwaltungstechnischen Aufgaben eines Managementsystems der Straßenerhaltung
– zur Bewertung der Qualität des zu erhaltenden Straßennetzes oder von Netzobjekten und der voraussichtlichen Zustandsentwicklung bis zum Realisierungszeitraum der Maßnahmen, – zur Erarbeitung von Erhaltungsstrategien, – zur Aufstellung von mittelfristigen Bedarfsprogrammen, Haushaltsunterlagen und jährlichen Programmplanungen, – zu deren Umsetzung auf der Ausführungsebene.
Die netzweite, streckenbezogene Erhaltungsplanung soll insbesondere längere Streckenabschnitte umfassen, zu baulichen Maßnahmen mit möglichst langen Erhaltungsintervallen und dadurch zu geringeren Verkehrsbehinderungen führen sowie gleichzeitig laufende Planungen im Zuge dieser Strecken berücksichtigen. Maßnahmen der baulichen Unterhaltung im Rahmen des Unterhaltungs- und Betriebsdienstes werden in den RPE-Stra nicht behandelt. Die RPE-Stra werden durch zwei Anwendungsbeispiele ergänzt, die den Planungsablauf für Bundesautobahnen und Bundesstraßen beschreiben. Nach Einarbeitung zwischenzeitlich vorliegender Stellungnahmen der Straßenbauverwaltungen der Länder werden die RPE-Stra in Kürze durch das BMVBW für den Bereich der Bundesfernstraßen eingeführt werden.
Als damaliger Leiter des Forschungsprojektes zur Erarbeitung der „Richtlinien für die Planung von Erhaltungsmaßnahmen an Straßenbefestigungen“ freue ich mich, diese inzwischen kurz vor ihren bundesweiten Einführungen stehenden Richtlinien – mit der Kurzbezeichnung RPE-Stra – im Rahmen dieses Kongresses vorstellen zu dürfen.
Ihr Inhalt kann, wie in der folgenden Gliederung aufgelistet, zusammengefasst werden:
– Veranlassung und Forderungen – Grundlagen – Bewertung der Netzqualität – Bewertung der Zustandsentwicklung – Planung von Erhaltungsmaßnahmen auf der Netzebene – Vorbereitung eines Erhaltungs- und Bauprogrammes – Umsetzung der Programmplanung auf der Ausführungsebene – beispielhafte Erläuterung der Vorgehensweise |