FGSV-Nr. FGSV 001/18
Ort Hamburg
Datum 04.10.2000
Titel Begrüßung durch den Vorsitzenden der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen
Autoren Peter Holm
Kategorien Kongress
Einleitung

Als Vorsitzender der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen heiße ich Sie hier in Hamburg herzlich willkommen. Wenn über 1 100 Teilnehmer unseren Straßen- und Verkehrskongress besuchen, stellt dieses für mich sowohl ein Kompliment an diese Stadt dar als auch eine Anerkennung für unser Tagungsprogramm der nächsten Tage.

Ich möchte über diese altehrwürdige und traditionsreiche Freie und Hansestadt Hamburg nicht viel sagen. Wir haben schon vor 8 Jahren in dieser Stadt unseren Kongress veranstaltet und erinnern uns an viele schöne Erlebnisse.

Sie, Herr Senator Wagner, werden uns die Bedeutung dieser schönen Stadt beiderseits der Niederelbe in eigenen Worten näherbringen. Ich darf Sie ganz herzlich begrüßen. Wir freuen uns, dass wir in dieser Stadt wieder zu Gast sein dürfen. Mehr als 200 Begleitpersonen haben die Möglichkeit, die Stadt besser als wir kennenzulernen.

Mein besonderer Gruß gilt den Festrednern des heutigen Nachmittags. Ich danke Ihnen, Herr Bundesverkehrsminister Klimmt, dass Sie es trotz der mannigfaltigen Probleme, die es zurzeit durch die hohen Rohölpreise gibt, ermöglicht haben, zu uns zu kommen und darf Sie herzlich begrüßen. Und ich freue mich, dass Sie, Herr Dr. Huber, als wichtiges Bindeglied zwischen FGSV und dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Wohnungswesen heute unter uns sind.

Mit besonderer Herzlichkeit heiße ich Sie, Herr Prof. Dr. Bullinger, in unserer Veranstaltung willkommen. Sie haben es als Leiter des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation übernommen, uns die Situation von Menschen und Technik in der Arbeitswelt der Zukunft darzustellen. Derartige Betrachtungen liegen nicht im täglichen Arbeitsfeld von uns Straßenbauingenieuren. Wir sind deshalb sehr gespannt auf Ihre Ausführungen. Ich begrüße die Vertreter der beiden großen Bauwirtschaftsverbände, Herrn Arndt Frauenrath, den Vorsitzenden der Bundesfachgruppe Straßen und Tiefbau im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes und Herrn Erwin Fleischer als Vorsitzenden der Bundesfachabteilung Straßenbau im Hauptverband der Deutschen Bauindustrie. Sie, Herr Fleischer, werden zu uns sprechen und nach Perspektiven für den Straßenbau fragen und suchen.

Stellvertretend für die Straßenbauverwaltungen der Länder begrüße ich hier aus Hamburg Herrn Ersten Baudirektor Reuter und danke zugleich für die Unterstützung bei den Vorbereitungen für diesen Kongress.

Besonders freue ich mich, dass 60 Teilnehmer aus 15 anderen Ländern den Weg zu uns gefunden haben, und ich möchte Sie herzlich willkommen heißen.

Und abschließend natürlich auch ein besonderer Gruß den Moderatoren und Vortragenden in den Fachprogrammen der beiden folgenden Tage.

Die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen hatte sich 1924 bei ihrer Gründung in Berlin zum Ziel gesetzt, die wissenschaftlich, technisch und wirtschaftlich am Automobilstraßenwesen interessierten Kräfte zu einheitlicher Forschungsarbeit auf dem Gebiet des Automobilstraßenbaues zusammenzufassen und die praktische Anlage und Ausführung solcher Straßen zu fördern.

Auf unserer Jubiläumsveranstaltung zum 75-jährigen Bestehen am 21. Oktober des letzten Jahres in Berlin konnten wir in einem Rückblick unter Beweis stellen, dass wir der Erfüllung dieses Zieles ständig gerecht geworden sind. Natürlich hat der Straßenbau in diesen 76 Jahren eine enorme Entwicklung gemacht und über die ersten Vorschriften über den Teerstraßenbau können wir nur noch schmunzeln. Auch die wissenschaftlichen Untersuchungsmethoden haben sich gewandelt und mit den heutigen Computerprogrammen stehen uns ganz andere Voraussetzungen für die wissenschaftlichen Arbeiten zur Verfügung.

Revolutionäre Neuentwicklungen im gesamten Bereich des Straßenbaues haben uns Wirtschaft und Wissenschaft in den letzten Jahren nicht präsentiert. Es konnten aber enorme Fortschritte erzielt werden in der Weiterentwicklung

1. der Wirtschaftlichkeit der Bauweisen, verbunden mit einem modernen Erhaltungsmanagement (Das Thema einer optimalen Straßen- und Bauwerkserhaltung haben wir deshalb auf diesem Kongress auch stark in den Vordergrund geschoben).

2. der Verkehrsführung und der Verkehrssicherheit und

3. einer hohen Qualitätssicherung in allen Bereichen.

Heute stehen Straßenbautechnik und Straßenverkehrstechnik auf einem hohen Stand. Wir wollen versuchen, Ihnen auf diesem Kongress einen kleinen Einblick zu geben.

Herr Minister Klimmt, Sie selbst wissen, dass, auf Grund der Bemühungen zur Konsolidierung des Bundeshaushaltes, keine ausreichenden Mittel für den Straßenbau zur Verfügung stehen. Auch die erfolgreiche Arbeit in der Forschungsgesellschaft hängt letztlich in mannigfaltiger Hinsicht von dem Umfang der Straßenbautätigkeit ab. Wir hoffen, dass Sie uns in Ihrem Vortrag einige Perspektiven zur Verbesserung der Straßenbaufinanzierung aufzeigen werden.

Wir wollen auch erörtern, welche Fortschritte dazu die Entwicklung in der Straßenbautechnik beigetragen hat. Der Griffigkeit, Ebenheit und den akustischen Eigenschaften von Straßenoberflächen wird deshalb ein besonderer Stellenwert einzuräumen sein.

Bei stagnierenden und leider immer noch sinkenden Baumitteln bei Bund, Ländern und Gemeinden sind auch wir immer wieder aufgerufen, neue und effizientere Konzepte und Lösungen zu entwickeln. Wir stellen uns dieser Herausforderung sowohl im verkehrstechnischen als auch im bautechnischen Bereich.

Wir wollen uns auf diesem Kongress aber auch intensiv mit dem neuen Bundesverkehrswegeplan auseinandersetzen, und das nicht nur aus der Sicht der Straßenbauverwaltungen. Wir wollen auch von der Industrie und der Wirtschaft hören, ob es nicht doch bessere Chancen zur Privatfinanzierung gibt als bisher bekannt und genützt.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, tragen Sie dazu bei, dass dieser Kongress in den nächsten Tagen eine Stätte der fachlichen und menschlichen Begegnung wird und wir viel für unsere künftige Arbeit nach Hause tragen können.

In diesem Sinne wünsche ich dem Kongress einen guten Verlauf und darf Sie, Herr Senator Wagner, bitten, zu uns zu sprechen.

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Volltext

Der Begrüßungstext ist als PDF verfügbar.