FGSV-Nr. FGSV 001/14
Ort Hamburg
Datum 21.10.1992
Titel Konzept für die busbeeinflußte Lichtsignalsteuerung in Hamburg
Autoren D. Ruhnke
Kategorien Kongress
Einleitung

Die Abwicklung des Straßenverkehrs in unseren Großstädten – und nicht nur dort – wird als immer problematischer empfunden. Meldungen über Verkehrsstauungen hören wir fast täglich, Lärm und Abgase belasten vor allem die Anwohner verkehrsreicher Straßen. Wie stark der Unmut über bestehende Verkehrsverhältnisse geworden ist, zeigen die Diskussionen über radikale Lösungen und Forderungen bis zum totalen Verbot des Autoverkehrs auch in größeren Bereichen. Diese Diskussionen sind, soweit sie sachlich geführt werden, nützlich und sinnvoll; schließlich sagen alle Prognosen eine weitere Zunahme des Autoverkehrs voraus. Daneben ist es aber weiterhin notwendig, immer wieder zu prüfen, ob es nicht neue, bessere Möglichkeiten gibt, die Abwicklung des Straßenverkehrs im bestehenden System zu verbessern. So bietet gerade die Lichtsignalsteuerung ein Beispiel für neue Möglichkeiten, insbesondere durch den Einsatz von Mikroprozessoren, neuen Übertragungstechniken und neuen verkehrstechnischen Verfahren. Diese Möglichkeiten führen nicht nur zu einer verbesserten, sondern durch Verknüpfung mit anderen Systemen zu einer neuen Qualität der Verkehrssteuerung. Dies wird bei der Bus-LSA-Beeinflussung, wie sie vielerorts in Deutschland erprobt wird, besonders deutlich. Der Weg, den Hamburg dabei beschritten hat, soll hier dargestellt werden. Wenn ich dabei vornehmlich technische und verkehrstechnische Aspekte behandele, so liegt mir doch daran, diese Form der Steuerung als Teil eines größeren Projektes herauszustellen, als einen Baustein zur Förderung und Verbesserung des ÖPNV. Denn wie stark der motorisierte Individualverkehr in unseren Ballungsgebieten tatsächlich noch zunehmen wird, wird nicht zuletzt davon abhängen, wie intensiv die Verkehrsmittel des ÖPNV genutzt werden.

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Der Fachvortrag zur Veranstaltung ist als PDF verfügbar. Das PDF enthält alle Bilder.