| Einleitung |
Die Straße stellt eines der wenigen Ingenieurbauwerke dar, das sich noch immer weitgehend einer Berechnung im Voraus entzieht. Dabei ist dies keineswegs im mangelnden Können der Techniker oder im Versagen technischer Prüfverfahren, sondern in der Inhomogenität der verwendeten Baumaterialien und den ständig sich verändernden Werkstoffeigenschaften zu suchen. Hinzu kommen die in ihrem Zusammenwirken bisher nur andeutungsweise geklärten Einflüsse der Übereinanderlagerung verschiedenster Materialschichten. Aus diesen Gegebenheiten entwickelt sich zwangsläufig die Notwendigkeit möglichst viel, möglichst genau und intensiv an dem Objekt Straße während seiner gesamten Liegedauer zu messen und zu beobachten. Um dies verwirklichen zu können, ist es erforderlich, leistungsfähige Meßverfahren zur Verfügung zu haben, die aber auch möglichst gut interpretierbare Daten liefern. Gerade in den vergangenen Jahren sind hierzu die Entwicklungen besonders vorangetrieben worden. Es soll daher nachfolgend ein Überblick über den Stand der leistungsfähigen Meß- und Beobachtungsgeräte gegeben werden, wie sie heute der Bundesanstalt für Straßenwesen zur Verfügung stehen. |